30. Juni 2009

Siemens will Marktanteile im Werkzeugmaschinenbereich ausbauen

Siemens sieht gute Chancen, seine Anteile auf den Märkten für Werkzeugmaschinenlösungen auch in der derzeitigen Konjunkturlage auszubauen. „Mit innovativen und energieeffizienten Lösungen wollen wir die Produktivität unserer Kunden und der Maschinenanwender weiter verbessern helfen und gemeinsam mit ihnen die Weichen für neue zukunftsweisende Maschinengenerationen stellen“, so Uwe Frank, CEO der Siemens-Business Unit Motion Control Systems.

Uwe Frank ist CEO der Siemens-Business Unit Motion Control Systems

Für die Werkzeugmaschinenbranche ist die EMO in Mailand, die in diesem Jahr vom 5. bis 10. Oktober stattfindet, der Höhepunkt des Messejahres 2009. Mit über 100.000 qm belegter Messefläche und mehr als 1.200 registrierten Ausstellern ist sie die weltweit größte Messe für Metallbearbeitung und Automatisierung. Und auch im Terminplan der Siemens-Business Unit Motion Control Systems hat die EMO ihren festen Platz. „Wir werden auf der EMO 2009 wichtige Impulse setzen, wie Maschinenhersteller mit innovativen Technologien und durchgängigen Lösungen schnell und effizient neue zukunftssichere Konzepte realisieren können und Anwender gleichzeitig ein hohes Maß an Investitionssicherheit erhalten“, erklärt U. Frank dazu. Siemens biete als Automatisierungspartner ein Portfolio, das den Anforderungen von Maschinenherstellern und Anwendern in besonderem Maß Rechnung trage. Mit Systemen und Lösungen von Siemens könnten sowohl Optimierungspotenziale bestehender Maschinen gehoben als auch neue Ideen zügig und mit geringen Kosten zur Marktreife gebracht werden.


Die derzeitige Situation des Maschinenbaus
“Ob es um Fertigungseinrichtungen, Produktions-, Druck-, Verpackungsmaschinen oder Krane geht: Insgesamt prägend für den internationalen Maschinenmarkt sind derzeit die Folgen der internationalen Finanzkrise”, stellt U. Frank fest. Sie dämpfe in einem bisher nicht bekannten Ausmaß und mit enormer Geschwindigkeit die Absatzerwartng auf den Zielmärkten der produzierenden Unternehmen ”, und damit die Investitionsbereitschaft in fast allen für den weltweiten Maschinenbau relevanten Branchen.” Parallel dazu sei zu beobachten, dass sich der Schwerpunkt der globalen Wirtschaft mehr und mehr nach Asien verlagere. Diese Region zeige selbst unter den Vorzeichen der aktuellen Weltwirtschaftslage eine vergleichsweise hohe Dynamik. Insbesondere bleibt Asien für die europäische Investitionsgüterindustrie und damit für den Maschinenbau eine wichtige Zielregion, wie auch Brasilien und Russland.

Situation – Weltkonjunkturklima und Auftragseingang im deutschen Maschinenbau



“Der aktuell schrumpfende Markt wird zwangsläufig kurz- oder mittelfristig zu einem Verdrängungswettbewerb im internationalen Maschinenbau führen. Dies gilt umso mehr, als die Produktions- und Fertigungsbetriebe bei wieder anziehender Konjunktur nicht sofort wieder investieren werden”, ist U. Frank weiter überzeugt. “Im Boom der vergangenen Jahre wurden erhebliche Produktionskapazitäten aufgebaut, die nun einen Produktivitätsüberhang darstellen. So ist derzeit nicht vorherzusagen, wie stark und mit welcher Verzögerung ein Wiederaufleben der Konjunktur auf dem Maschinenmarkt ankommt. Um die verbliebenen Investitionsbudgets und Maschinenbauaufträge ist ein intensiver Wettbewerb entstanden.”


Europäische und insbesondere deutsche Maschinenhersteller können mit funktional und technologisch überlegenen Lösungen punkten, die neben hoher Produktivität niedrige Life-Cycle-Costs und minimierte Total Costs of Ownership erwarten lassen. Denn: Technologisch und strategisch haben die meisten europäischen Maschinenbauunternehmen in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht. Branchenweit wurde die Optimierung der Beschaffungs- und Produktionsprozesse vorangetrieben. In der Erkenntnis, dass der Know-how-Vorsprung die wichtigste Waffe in einem meist preisorientierten internationalen Wettbewerb ist, wurde gezielt in Forschung und Entwicklung investiert. Das zeigt auch das Selbstverständnis der Maschinenhersteller. Laut einer Befragung des „Mannheimer Innovationspanels“ ist für mehr als drei Viertel aller deutschen Maschinenhersteller Innovation ein zentrales Thema.


“All diese Investitionen des deutschen und europäischen Maschinenbaus in Technologie, Know-how-Vorsprung und die Effizienz betrieblicher Prozesse tragen heute zu einer vergleichsweise günstigen Ausgangsposition auf dem Weg durch die Durststrecke bei”, sagt der BU CEO weiter.


Dem Kundenwunsch entsprechen
Für Hersteller von Werkzeugmaschinen sind kurze Prototypenphasen entscheidend. Siemens präsentiert auf der EMO speziell Lösungen zur Engineering-Effizienz, beginnend mit Applikationen zum Product Life Cycle Management über die Virtuelle Maschine bis hin zum Mechatronic-Support. „Kein anderes Unternehmen verfügt über ein solches Portfolio oder eine vergleichbare Kompetenz“, unterstreicht U. Frank. Siemens sei weltweit der einzige Anbieter, der mit seinen Systemen auch die gesamte CAD/CAM/CNC-Verfahrenskette aus einer Hand abbilden könne.


Für Anwender sind Zukunftssicherheit bei Technologien sowie die Effizienz im Betrieb entscheidende Kriterien. Siemens zeigt auf der EMO Antriebs- und Software-Plattformen sowie Sinumerik-Steuerungslösungen für alle Applikationen in der Werkzeugmaschine, von Basisanwendungen in der Werkstatt über kompakte Werkzeugmaschinen bis hin zu High-End-Anwendungen für alle Fertigungsindustrien. Ergänzt wird das Portfolio durch eine neue Bedienoberfläche sowie Technologien zur optimierten und intelligenten Bewegungsführung beim Fräsen oder Technologiepakete für 3-Achs- oder 5-Achs-Bearbeitung. „Mit unseren branchenspezifischen Technologien und kontinuierlichen Innovationsprozessen schaffen wir die Grundlagen für Investitionssicherheit“, sagt U. Frank. Das biete für den Anwender lange Nutzungsdauer der Maschine, die Kontinuität der Bedienphilosophie und eine auf Dauer gegebene Adaptierbarkeit der Automation an sich ändernde betriebliche Anforderungen. Dies bedeute zum Beispiel die Integration von Produktionsplanungs-, Qualitätsmanagement- oder Track-&-Trace-Systeme, die Ergänzung von Robotikeinheiten für das Teile-Handling sowie die Möglichkeit des Aufbaus von Fertigungsverbänden aus vorhandenen Maschinen ohne Schnittstellenprobleme.



Chancen – Wege und Strategien durch die Krise aus Siemens-Sicht



Ein weiterer Aspekt für Maschinenanwender ist die Steigerung der Produktivität durch verbesserte Effizienz und das Senken der laufenden Kosten. Betriebskosten werden immer mehr durch die Aufwendungen für Energie bestimmt. Um Energiesparpotenziale ausschöpfen zu können, müssen alle in einer Maschine und ihrem Umfeld auftretenden Energieformen in eine Analyse einbezogen werden. „Im Rahmen von Totally Integrated Automation innovieren wir darum unsere Siemens-Lösungen nicht nur in Richtung eines geringeren Energieverbrauchs, sondern im Sinn der Optimierung eines umfassenden Energiemanagements“, betont der BU CEO.


Die Krise als Chance
Siemens begreift laut U. Frank die aktuelle Krise auf den Märkten als Chance. Innovative Motion-Control-Systeme, intelligente Steuerungstechnik, Technologiepartnerschaften, Standardisierung und systemintegrierte Sicherheitstechnik sind nach Angaben des VDW (Verband deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) wesentliche Erfolgsfaktoren für Werkzeugmaschinen. „Durch konsequenten Ausbau unserer Stärken Innovationsführerschaft, Kundenorientierung, Portfolio und weltweite Präsenz leisten wir unseren Anteil dazu, dass der europäische Maschinenbau aus den aktuell schwierigen Zeiten gestärkt hervorgeht kann“, ist U. Frank überzeugt.


Weitere Informationen unter
www.automation.siemens.de.



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