26. Mai 2009
Dezentrales E/A-System von Pilz in Automobilindustrie bei BMW eingesetzt
Die Pilz GmbH und Co. KG stattet ab sofort exklusiv den Automobilhersteller BMW mit der dezentralen E/A-Peripherie nach Schutzart IP20 aus. Zukünftig wird der Automobilkonzern das dezentrale System PSS Universal weltweit einsetzen. Voraussetzung dafür war laut Angaben des Unternehmens aus Ostfildern die Entwicklung eines neuen Kopfmoduls mit Profinet-Schnittstelle, die in enger Zusammenarbeit mit BMW stattfand.
Durch die maßgeschneiderte und zertifizierte Profinet-Schnittstelle lässt sich das dezentrale E/A System PSS Universal nahtlos und sicher in bestehende oder neue Anlagenstrukturen einbinden. “Die Offenheit von Steuerungslösungen sehen wir nicht nur als Investitionsschutz. Vielmehr wollen wir Anwendern die Möglichkeit geben, die für ihr Projekt jeweils optimale Lösung zu wählen”, so Albrecht Feucht, Key Account Automotive bei Pilz.
Die deutschen Automobilhersteller haben sich im Rahmen von AIDA (Automation Initiative of German Domestic Automobile Manufacturers) zwar für Profinet als einheitliches Kommunikationsmedium entschieden, in Bezug auf die angebundene Steuerungslösung jedoch sollte laut AIDA Wettbewerb gewährleistet sein.
Der Entscheidung zugunsten von Pilz war eine umfangreiche Evaluierung des Markts und der verfügbaren Produkte durch die Experten von BMW vorausgegangen. Neben der Offenheit gegenüber Profinet waren die die Wirtschaftlichkeit des Systems sowie die Verknüpfung von Standardsteuerungs- und Sicherheitsaufgaben weitere Kriterien. Während der zweijährigen Entwicklungsdauer ermöglichten es die intensive Zusammenarbeit und die kontinuierlich Abstimmung mit BMW, ein benutzerfreundliches und den Anforderungen exakt entsprechendes System auf den Markt zu bringen.
Ein Unterscheidungsmerkmal zu bestehenden Lösungen stellt das integrierte Sicherheitsprinzip von PSS Universal dar. Ausschließlich das Kopfmodul des Steuerungssystems repräsentiert den sicherheitsgerichteten Teilnehmer, so dass Anwender die dafür notwendigen Einstellungen nur noch an dieser zentralen Stelle vornehmen. Die umständliche Vergabe weiterer Sub-Adressen entfällt. Zudem werden so alle sicherheitsgerichteten Adressen am Profinet-Master optimal genutzt. Das verringert nicht nur den administrativen Aufwand für die Vergabe von sicheren Adressbereichen, sondern reduziert auch Kosten, da sich aufgrund der ausschließlichen Konzentration der Sicherheitstechnik im Kopfmodul Hardware einsparen lässt.
Erste Projekte mit dem dezentralen E/A-System PSSuniversal von Pilz mit Profinet-Anbindung werden in den BMW Werken Regensburg, München und Leipzig umgesetzt.
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