10. Mai 2009
Neues Marktsegment bei Hilscher: "netPLC"
Auf der Hannover Messe stellte die Hilscher GmbH ihre neue auf dem “netX”<>Controller basierende Produktreihe “netPLC” vor. “netPLC” kombiniert Feldbus und Steuerung in einem Chip integriert auf einer gebrauchsfertigen Hardware. Sowohl das Busprotokoll wie auch die Embedded-SPS-Funktionalität werden autark und unabhängig vom Zielsystem abgehandelt. Mit Profibus> Schnittstelle und wahlweise IEC 61131-3 oder Step 7 kompatibler SPS ausgestattet, leiten die Produkte “cifXPLC” als PCI-PC-Einsteckkarte und “comXPLC” als OEM-Pluginmodul mit direkter E/A-Anbindung die Ära der “netPLC”-Produktreihe ein. Die Leistungsklasse der SPS-Funktionalität ist mit der Baureihe S7-3xx von Siemens vergleichbar. Zusätzliche 24 V versorgen die Baugruppen optional. Das macht sie unabhängig vom Zustand der Zielhardware und gewährt den störungsfreien und kontinuierlichen Betrieb. Versagt auch diese Versorgung puffert eine Batterie das letzte SPS-Prozessabbild. Nach Spannungswiederkehr ermöglicht der eingefrorene Anlagenzustand das System wieder „sanft“ anzufahren oder die Baugruppe im Betrieb umzustecken. Die Hardware ist um einen MMC-Kartenslot erweiterbar. Auf einer steckbaren Memorykarte werden Firmware, Buskonfiguration und SPS-Programm gespeichert. Im Falle eines Hardwareausfalles genügt das Umstecken der Karte in das Austauschgerät und die Anlage ist innerhalb weniger Sekunden wieder betriebsbereit. Der Lieferumfang umfasst die SPS-Programmieroberfläche Codesys V3.3 oder S7 für Windows V6, den Buskonfigurator und eine SPS-Runtime-Lizenz. Konfiguriert wird über USB oder Dualport-Memory Schnittstelle, visualisiert über einen OPC-Server. Per Run/Stop-Schalter lässt sich der Betriebszustand von außen einstellen. “netPLC” adressiert Kunden denen eine klassische SPS zu teuer, die reine Soft-SPS zu unsicher ist. Die abgesetzte Hardware bietet hier Vorteile: Unabhängigkeit und Deterministik zu einem günstigen Preis.
Kommt keine Visualisierung zum Einsatz, ist in der Regel eine klassische Hardware-SPS kostengünstiger als die Soft-SPS-PC-Lösung. Die Grenze zwischen Hard- und Soft-SPS verschiebt sich dank “netPLC” zugunsten der PC-Lösung indem es die Hardware kostengünstig macht.
“netPLC” kombiniert Feldbus- und SPS-Funktionalität in einem Chip integriert auf einer gebrauchsfertigen Hardware. Das Busprotokoll wie auch die Steuerung werden autark und unabhängig von der Zielhardware abgearbeitet. Die Einchiplösung ermöglicht eine äußerst kompakte Bauweise und erfüllt höchste Ansprüche an das Preis-/Leistungsverhältnis. 24-V-Zusatzversorgung, Memory-Kartenslot für das Programm und Batteriepufferung für Datenremanenz bieten den Komfort einer klassischen SPS: Unabhängigkeit, Störsicherheit und hohe Verfügbarkeit ausgelegt für kontinuierlichen Anlagenbetrieb auf dem Leistungsniveau einer S7-300.
Die PCI-PC-Einsteckkarte NPLC-C100-DP macht den Computer zur vollwertigen Auto- matisierungsplattform. Codesys und Profibus-DP-Masterstack arbeiten autonom auf der Karte, während der PC über OPC-Schnittstelle visualisiert. Die Konfiguration und Diagnose erfolgt über USB oder per Dual-Port Memory. In die Kartenfront integriert sind Feldbus, 24-V- und USB Anschluss, LED-Anzeigen, ein MMC-Kartenslot und ein Schalter. Eigenschaften einer „harten“ SPS maximieren die Verfügbarkeit der gesteuerten Anlage: Die Zusatzspeisung versorgt auch wenn der PC abstürzt. Eine Memory-Karte speichert Firmware und Programm und ermöglicht schnellen Hardwaretausch im Fehlerfall. Eine Batterie puffert Real-Time Clock sowie das letzte Prozessabbild und erlaubt den sanften Anlagenneustart nach einem Spannungsausfall.
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