29. April 2009

Studie: Safety im Maschinenbau

Neue Technologien liegen im Bereich Safety im Trend: die Hälfte der befragten Maschinenbauer planen zukünftig zumindest wahrscheinlich den Einsatz einer Standard-SPS mit integrierter Sicherheits-SPS. Eine noch rasantere Entwicklung zeigt sich bei der Integration von Sicherheitsfunktionen in den Antrieb.

Dies sind einige Ergebnisse einer aktuellen unabhängigen Studie, die von Michaela Griesenbruch, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich durchgeführt wurde. Im Rahmen der Marktstudie “Safety im Maschinenbau” gaben im Januar/Februar 2009 deutschlandweit 302 Maschinenbauer, Steuerungsbauer und Ingenieurbüros Auskunft über Anforderungen und Einsatz von Sicherheitstechnik sowie über zukünftige Trends, wie den Einsatz von in die Steuerung bzw. in den Antrieb integrierter Sicherheitstechnik und sicherheitsgerichtete Feldbussysteme. Eine Studie zu diesem Thema wurde bereits im Jahr 2006 durchgeführt. Im Vergleich zur Befragung damals haben sich mehr größere Unternehmen an der Befragung beteiligt: 39 % mit mehr als 200 Mitarbeitern; 2006 waren es nur 26 %.

Die Anforderungen der neuen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG müssen bis zum 29. Dezember 2009 umgesetzt werden. Dadurch wird die alte Sicherheitsnorm DIN EN 954-1 durch neue Normen, wie die EN ISO 13849 und die DIN EN 62061, abgelöst. In diesem Zusammenhang stellt sich vielfach die Frage, inwieweit die Anwender ein knappes Jahr Monate vor der Umsetzung auf diese Umstellung vorbereitet sind.

Die Studie zeigt, dass es derzeit noch großen Nachholbedarf gibt: Nicht einmal jedes zweite Unternehmen kennt die DIN EN ISO 13849 mindestens gut, ähnlich sieht es bei der neuen DIN EN 62061 aus. Zudem setzt nicht einmal jeder 5. Betrieb die neuen Normen um. Viele derjenigen, die über diese Normen gut informiert sind, denken aber ganz verstärkt über den Einsatz neuer Technologien im Bereich Safety nach bzw. haben dies schon realisiert.


Ergebnisse auf die Frage: In wie weit setzen Sie die neue Norm DIN EN ISO 13849 bereits ein?



So plant jeder zweite Maschinenbauer den Einsatz einer Standard-SPS mit integrierter Sicherheits-SPS. Sie erhoffen sich damit vor allem bessere Diagnosemöglichkeiten (55 %), einen einfacheren Datenaustausch zwischen Standard- und Sicherheits-SPS (53 %) und den Betrieb von sicheren/nichtsicheren Komponenten an einer Busleitung (47 %). Der Einsatz von im Antrieb integrierten Sicherheitsfunktionen ist noch stärker verbreitet und es werden zukünftig immer mehr unterschiedliche Funktionen integriert.





Ergebnisse auf die Frage: Welche Vorteile sehen Sie in der Verbindung von Standard-SPS und Sicherheitstechnik? (Mehrfachnennungen möglich)



Weitere Informationen im Internet unter www.marktstudien.org .




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