23. April 2009

Weidmüller: 2008 Umsatz um 6 % gesteigert

Im Vergleich zum Vorjahr steigerte die Weidmüller-Gruppe ihren Umsatz 2008 um 6 % auf 533 Mio. Euro. Für dieses Jahr geht der Hersteller für elektrische Verbindungstechnik und Elektronik allerdings von einer deutlich geringeren Geschäftsentwicklung aus. „Nach einem durchaus positiven Jahr erwarten wir für das Jahr 2009 eines der schwierigsten Geschäftsjahre. Die damit verbundenen Herausforderungen eröffnen uns allerdings weitere Chancen, das Unternehmen für die Zukunft auszurichten“, erklärt Harald Vogelsang, Finanzvorstand der Weidmüller-Gruppe auf dem Jahrespressegespräch in Hannover.


Konkret rechnet die Firmengruppe aufgrund der angespannten weltweiten Wirtschaftslage und den deutlichen Auftragsrückgängen bei den Kunden im Maschinenbau und der Elektrotechnik in diesem Jahr mit einer Umsatzreduzierung von mehr als 20 %. „Derzeit zeichnet sich keine Erholung der Wirtschaft ab und auch kurzfristig ist nicht mit einer Trendwende zu rechnen. Angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche haben wir umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern“, erklärt Dr. Joachim Belz, Vorstandssprecher der Weidmüller-Gruppe.

Dazu wurde Anfang des Jahres ein Drei-Säulen-Programm entwickelt, das die Kostenstrukturen an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen soll und gleichzeitig der schnelleren Umsetzung der Unternehmensstrategie 2020 dienen soll. Zu den eingeleiteten Maßnahmen zählen die Einkaufsoffensive „Power 15“, die Fokussierung bei den Investitionen und Sachkosten sowie Personalmaßnahmen. Dabei sollen die Kostenreduzierungen “unter strategischen Aspekten gezielt vorgenommen und durch zukunftsichernde Maßnahmen begleitet werden”. Es sollen die Aufwendungen in Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in neue Produkte und Sachanlagen weiterhin auf hohem Niveau belassen bleiben. Darüber hinaus ist geplant, dass Effizienzsteigerungen im Produktentstehungsprozess und in der Produktion zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen eine deutliche Produktoffensive durch den im vergangenen Jahr getätigten Personalaufbau in den weltweiten Entwicklungsabteilungen.


Positive Signale aus China und Russland
Positive Entwicklungen sieht Weidmüller durch Expansionen in China und Russland. Mit einem Umsatzwachstum von 38 % konnte in China das bisher erfolgreichste Jahr abgeschlossen werden. 2009 soll China weiter zweistellig wachsen. Hierzu soll das Entwicklungszentrum in Suzhou erweitert werden, das Produkte für den lokalen Markt in China entwickelt. In Russland wird die Moskauer Repräsentanz zu einem Gruppenunternehmen ausgebaut und weitere Vertriebsbüros in den wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes eröffnet. „Mit unserem hohen Innovationspotenzial und der breiten internationalen Aufstellung können wir in der wirtschaftlichen Krise agieren und werden durch die eingeleiteten Maßnahmen leistungsfähiger und vor allem wettbewerbsfähiger“, so Weidmüller-Vorstandssprecher Dr. J. Belz.


Weiterentwicklung der Geschäftsfelder
Mit der Weiterentwicklung der Geschäftsfelder, deren Produktprogramm das Zusammenspiel von Energie, Signalen und Daten im industriellen Umfeld widerspiegelt, sieht sich Weidmüller trotz der schwierigen Rahmenbedingungen strategisch richtig aufgestellt. Das Geschäftsfeld Elektrische Verbindungstechnik konzentriert sich auf die strukturierte Vernetzung von Energie, Signalen und Daten – vom Schaltschrank über die Feldverdrahtung bis zum Feldgerät. Das Geschäftsfeld Elektronik befasst sich mit der Konditionierung von Energie, Signalen und Daten in der industriellen Automatisierung und der Entwicklung von kommunikationsfähigen Geräten in Netzwerkarchitekturen. Mit diesen Geschäftsfeldern deckt Weidmüller die Ebenen der industriellen Netzwerkinfrastruktur ab.

Die beiden Geschäftsfelder werden durch die Bereiche CSS (anwendungsspezifische Lösungen) und OEM (Original Equipment Manufacturer) ergänzt. Der Bereich CSS bietet den Kunden über ein weltweites Netzwerk von Customer Application Centern anwendungsspezifische Lösungen und Engineering-Dienstleistungen. Der Bereich OEM realisiert kundenindividuelle Produktentwicklungen. Die Spezialisten stehen den Kunden dabei jeweils als Technologiepartner für Komplettlösungen zur Verfügung – von der Beratung über das Netzwerkdesign bis hin zur Lösungsauswahl oder der Produktentwicklung.

Weitere Informationen unter www.weidmueller.de.


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