16. März 2009

ARC: Markt für Sensorik verändert sich nachhaltig

Der Markt für fotoelektrische Sensoren profitierte in den letzten Jahren von der boomenden Automatisierungsbranche und den herausragenden Wachstumsraten des Maschinenbaus. In Folge dieser Entwicklung stieg das Gesamtvolumen des Markts laut dem Marktforschungsinstitut ARC im Jahr 2008 auf über 1 Mrd. US-$ an. Die Gegenwärtige Krise wird durch die Zahlen des VDMA gut umrissen: Dieser berichtet im Dezember 2008 ein Minus von 40 % und im darauffolgenden Januar ein Minus von 42 % im Vergleich zum Monat des Vorjahrs. In Folge dessen schrumpft auch der Markt für fotoelektrische Sensoren.

Der Gesamtmarkt in US-$ wird 2009 ein starkes Negativwachstum aufweisen, sich allerdings im Jahr 2010 wieder stabil verhalten und in etwa das Niveau des Boomjahres 2007 erreichen. „Die Entwicklung wird stark von der Entwicklung im Bereich Maschinenbau und der Automobilindustrie beeinflusst, mit denen der Markt für Sensoren stark abhängig ist. Die Wirtschaftskrise hat aus diesem Grund das Potenzial die Marktstruktur komplett umzuwälzen – wer am Ende Verlierer und wer Gewinner ist, ist gegenwärtig schwer zu sagen. Prinzipiell haben Firmen mit breiter Aufstellung, einem Fokus auf Prozessindustrien und einer gesunden Bilanz gute Chance aus dieser Krise als Gewinner herauszugehen,“ so Florian Güldner von ARC und weiter, „aber ich will nicht um den heißen Brei herumreden: Es wird hart!“.

Jedoch gibt es auch – oder vielleicht gerade – in einem solchen Umfeld Strategien, die langfristigen Unternehmenserfolg sichern. In Bezug auf Sensormärkte ist hier vor allem das Lösungsgeschäft zu nennen, bei dem Sensoranbieter letztendlich das Problem des Detektierens lösen anstatt ein einzelnes Produkt zu liefern. Neben dem Lösungsgeschäft existieren allerdings auch einzelne Produktmärkte die überproportional wachsen, beispielsweise Miniatursensoren. Neben diesen produkt- und geschäftsspezifischen Ansätzen ist das Wachstum in asiatischen Schwellenländern ein Faktor, der den Markt für fotoelektrische Sensorik nachhaltig stützt. Die steigende Nachfrage nach Sensorik in Schwellenländern geht nicht nur auf deren generell starkes Wachstum zurück, sondern auch auf die dort steigenden Löhne, durch die sich letztendlich eine stärkere Automatisierung der Produktion lohnt. Eine weitere Entwicklung, die auf den Sensormarkt zweierlei Auswirkung hat, sind steigende Rohstoffpreise. Zum einen steigen damit die Einkaufpreise für Sensorhersteller, die in der Vergangenheit steigende Kosten nicht in steigende Preise umsetzen konnten. Allerdings wird damit auch eine steigende Automatisierung und Optimierung des automatisierten Prozesses rentabler, die eine steigende Penetration der Produktion mit Sensorik voraussetzt.

Technologische Herausforderungen in der Zukunft sind Netzwerk-Technologien, wobei ein Erfolg von IO-Link höchstwahrscheinlich innerhalb der nächsten 1,5 Jahre erfolgen wird, da IO-Link kostengünstig ist, einer immer flexibleren Produktion dient und auch mit bestehender Netzwerkstruktur kompatibel ist. IO-Link bietet dabei gerade in der Anfangsphase die Möglichkeit den schädigenden Preiswettbewerb zu umgehen, der gegenwärtig vor allem die Kaufentscheidungen in den günstigeren und technologisch weniger anspruchsvollen Technologien dominiert. Ausgenommen von diesem Preiswettbewerb sind teilweise Miniatursensoren, die in den letzten Jahren teilweise zweistellige Wachstumsraten aufwiesen.

Weitere Informationen unter www.arcweb.com.


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