19. Februar 2009
Jumo will in 2009 um 5,8 % wachsen
„Unser Unternehmen verzeichnete letztes Jahr ein zufrieden stellendes Geschäftsergebnis“, betont Bernhard Juchheim, geschäftsführender Gesellschafter der Jumo-Gruppe. Wie in den Jahren davor generierte Jumo dabei den Großteil des Wachstums im Inland. In Deutschland erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 137 Mio. €, was einem Plus von fast 7 % entspricht. Der weltweite Umsatz steigerte sich im Geschäftsjahr 2008 um 7,6 % plus auf 181 Mio. €. Auch für das laufende Geschäftsjahr ist B. Juchheim optimistisch. Geplant ist ein weltweiter Umsatz von 192 Mio. €, was einer Steigerung um 5,8 % entspricht. Die Zuversicht nimmt der Geschäftsführer unter Anderem aus der breiten Aufstellung des Unternehmens. Er glaubt aber auch an eine Belebung besonders des Investitionsgüterbereichs im zweiten Halbjahr 2009. Nach einem schwachen Januar 2009 hält sich der Februar bisher im Rahmen der Erwartungen. Das Auftragspolster liegt etwa in der Größenordnung von 35 Mio. €; vor allem längerfristige Kontakte liegen auf gleichbleibendem Niveau. So hält sich zum Beispiel der Lebensmittelbereich gut. Darüber hinaus macht das Unternehmen gute Geschäfte mit Wärmemengenzählern – in dieser aufstrebende Branche mit großem Nachfolgegeschäft ist man Marktführer und konnte sogar neue Kunden gewinnen. In China hat das Unternehmen für diese Produkte eine eigene Fertigung.
„In den letzten fünf Jahren haben wir allein in Fulda über 35 Mio. € investiert“, so B. Juchheim, der Jumo daher für die Zukunft gut gerüstet sieht. Am Jahresende 2008 beschäftigte das Unternehmen inklusive Auszubildende 1756 Mitarbeiter. Mit rund 90 Auszubildenden ist das Unternehmen laut dem Geschäftsführer einer der größten Ausbilder für technische Berufe in Osthessen. Darüber hinaus gibt es Studienangebote in den Bereichen Wirtschaft und Technik.
Systematisch wurde auch im letzten Jahr die Internationalisierung vorangetrieben. So wurden im Mai 2008 neue Geschäftsräume in Spanien in der Nähe von Madrid eingeweiht. Das Unternehmen verfügt dort auch über eine eigene Temperaturfühlerfertigung. Weiterhin wurde in Indien im August die 21. Tochtergesellschaft gegründet, kurz darauf im September die 22. in der Türkei. Als nächste Zielregionen sind Südkorea und Südamerika identifiziert.
Im Vorfeld der Hannover Messe und der Achema werden eine Vielzahl an Neuheiten vorgestellt. Dazu zählen unter Anderem ein Prozess-Druckmessumformer mit einem Gehäuse aus Edelstahl, der auch Ex-Schutz-Anwendungen vorgesehen ist, der Bildschirmschreiber Logoscreen nt mit Edelstahlfront und Sensorfeld, ein kombinierter Niveau- und Temperatursensor für Nutzfahrzeuge sowie Bau- und Landmaschinen, ein elektromechanisches Hutschienenthermostat mit Push-In-Klemmtechnik und die Auswerte- und Visualisierungssoftware Jumo PCA3000 mit neuen Funktionen.
Investiert hat Jumo im Laufe des Jahres 2008 auch in die moderne SMD-Fertigung. Die vorhandene Fertigungsfläche wurde von etwa 500 qm auf 1100 qm vergrößert und beinhaltet nun drei komplette Bestückungslinien, die in der Lage sind, bis zu 90000 Bauteile in der Stunde zu platzieren. Mit der Investition von rund 1,5 Mio. € ist es nun möglich, Mikro-BGA mit kleinstem Raster zu bestücken. Jumo schafft mit den Anlagen nicht nur die Voraussetzung dafür, seine eigene Produkte auf dem Weltmarkt positionieren zu können, sondern baut auch seine Möglichkeiten im Bereich der EMS-Dienstleistung aus. Mittlerweile sind laut Wolfgang Blum, Produktgruppenverantwortlicher für elektronische Baugruppen, mehr als 30 % der bestückten und geprüften elektronischen Baugruppen für EMS-Kunden bestimmt – mit wachsender Tendenz.
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