14. Februar 2009
Automatisierer bekennen sich zur Hannover Messe
Neue Rahmenbedingungen bieten auch Chancen für einen Aufbruch in bessere Zeiten. Deshalb blickt Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter der Hannover Messe, optimistisch in die Zukunft – und auf die kommende Hannover Messe (20. bis 24. April) stattfindet: „Wir spüren die Krise bisher nur in geringem Maße. Einige Aussteller handeln natürlich in dieser Zeit mehr mit Bedacht und reduzieren ihr Budget“. Dennoch wird die Hannover Messe 2009 von vielen Unternehmen nicht in Frage gestellt. So verzeichnet der Bereich Industrial Automation in diesem Jahr neben einigen wenigen Absagen ebenso zahlreiche Neuanmeldungen und Aussteller mit vergrößerten Standflächen.
Hans Sondermann, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der SEW-Eurodrive GmbH & Co. KG: „Die Hannover Messe 2009 wird in besonderem Maße ein Konjunktur- und Stimmungsbarometer für Industrie und Wirtschaft sein. Gerade in rezessiven Zeiten ist die Präsenz auf der Messe sowohl für Aussteller als auch Besucher wichtig, um in konzentrierter Form Lösungs- und Innovationspotenziale aufzuzeigen, die das Ziel der Unternehmen unterstützen, gestärkt aus einer temporären Krise hervorzugehen.“ Die Firma SEW wird ihre Präsenz auf der diesjährigen Hannover Messe ausbauen. Zudem haben weitere Aussteller wie die Pilz GmbH & Co. KG, Hans Turck GmbH & Co. KG, Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG, Phoenix Contact GmbH & Co. KG oder Wieland Electric GmbH ihre Standflächen vergrößert. Darüber hinaus verzeichnet der Bereich Elektrische Antriebe innerhalb der Industrial Automation Zuwächse. „Dies zeigt uns eindrucksvoll, dass die Aussteller der Industrial Automation die Herausforderungen des Markts annehmen und auf das Marketinginstrument Hannover Messe setzen“ unterstreicht Thomas Rilke, Leiter Automation der Hannover Messe.
“Die Fachmesse Industrial Automation im Rahmen der Hannover Messe ist die wichtigste horizontale Automatisierungsmesse der Welt”, stellt Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender der Geschäftsleitung Pepperl + Fuchs GmbH in Mannheim, zur Freude der Hannoveraner Messemacher heraus. “Wir nutzen diese Plattform, um die langfristige Perspektive unserer innovativen Produkte, Systeme und Lösungen zu präsentieren und so unsere Marke Pepperl+Fuchs innerhalb der Automatisierungs-Community stetig weiterzuentwickeln. Diese doch eher langfristige Kommunikationsstrategie ist in einem weiten Rahmen ,krisenfest’ und erlaubt kein kurzfristiges kostenbedingtes Fernbleiben. Die Kontinuität in der Kommunikation von Innovationen ginge sonst verloren und das Ziel der langfristigen stetigen Markenentwicklung wäre ernsthaft gefährdet. So hoffen wir zum Beispiel, dass sich unsere Besucher auf der kommenden Messeveranstaltung dafür interessieren, wie wir die für den Hermes Award 2008 nominierte Dart-Technologie nun in neue Produkte umgesetzt haben. Bei vertikalen Messeveranstaltungen ist das anderes. Je nach Geschäftschancen und kurzfristigen Aussichten können ein kostenbedingter Verzicht auf eine Teilnahme oder auch ein regelrechtes ,Messe-Hopping’ durchaus sinnvoll sein.“
Ein Industrieunternehmen kann auf dem Markt erst dann entscheidende Wettbewerbsvorteile erreichen, wenn Komponenten und Systeme aus allen Bereichen der Automatisierungstechnik zusammenwirken und ineinandergreifen. Mit dem Kompetenzzentrum Industrial Identification präsentiert die Hannover Messe 2009 einen Ausstellungsbereich für intelligente Identifikations- und Markierungstechnik unter dem Dach der Factory Automation. Denn im Vergleich zu 2008 wird seine Ausstellungsfläche beträchtlich wachsen. T. Rilke gibt einen positiven Ausblick: „Im vergangenen Jahr haben wir knapp 500 Quadratmeter zu diesem Themenschwerpunkt vermietet, jetzt sind wir schon bei knapp 700 Quadratmetern – und die Akquise ist noch nicht abgeschlossen.“
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